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BIOGRAPHIE
Martin Torp wurde 1957 in Flensburg geboren. Während der Schulzeit
erhielt er Klavier-, Orgel- und Cellounterricht. Ein solides musiktheoretisches
Grundwissen vermittelte ihm frühzeitig sein Klavier- und Orgellehrer
Alfred Dressel, ein Kirchenmusikdirektor und Theorie-Dozent an der
Musikhochschule Lübeck. Erste Kompositionsversuche folgten bald.
Doch fühlte sich der auch zeichnerisch begabte Schüler zunächst
noch stärker zur Malerei hingezogen. Aufgewachsen in einer musikliebenden
Theologenfamilie, wurde er im Alter von 10 Jahren Mitglied des Kirchenchors
seiner damaligen Heimatstadt Preetz/Holstein. In diesem Chor lernte
er im Laufe einer Dekade viele der bedeutenden Oratorien sowie zahllose
a-cappella-Werke von Schütz bis Distler kennen. Nach einer agnostischen Phase
hatte er 1975 – inspiriert von der Lektüre eines Textes
des Zen-Meisters Daisetz T. Suzuki – ein spirituelles Schlüsselerlebnis,
das sein bis heute anhaltendes Interesse an religiösen Fragen
allgemein und der Mystik im besonderen initiierte.
Nach dem Abitur 1976 leistete er Zivildienst
und besuchte daneben einen „C-Kurs“ zur Ausbildung als
nebenamtlicher Kirchenmusiker. Anschließend unternahm er eine
Reise durch den indischen Subkontinent, auf der er die nordindische
Rhythmik in der Schule des international renommierten Tabla-Virtuosen
Sharda Sahai in Varanasi ergründete und sich mit den Weltreligionen
Hinduismus, Buddhismus und Islam auseinandersetzte. Zurück
in Deutschland, studierte er zunächst Theologie an der Universität
in Heidelberg und anschließend Kirchenmusik am dortigen Kirchenmusikalischen
Institut. Nebenher komponierte und malte er weiterhin und beschäftigte
sich intensiv mit Jazz, außereuropäischen Musiktraditionen
und der Neuen Musik von Schönberg bis Stockhausen.
Nach erfolgreich absolvierter Diplomprüfung
für hauptamtliche Kirchenmusiker übersiedelte Torp nach
Berlin. Hier bildete er sich vorwiegend autodidaktisch auf den Gebieten
Komposition/Instrumentation und Malerei/Graphik weiter. Seit 1985
konzertiert er als Pianist und Organist, zumeist solistisch (Repertoire
vom 14. bis 21. Jahrhundert – mit Schwerpunkt auf Bach und
dem 20. Jahrhundert – sowie gelegentlich auch Improvisationen).
In seinen Konzerten setzt er die Musik häufig in Beziehung
zu bildender Kunst, sowohl eigener als auch anderer Künstler.
1986 wurde er Klavierdozent an der staatlichen Musikschule Charlottenburg (City West, Berlin).
Seitdem hat er viele Werke für deren Schüler komponiert – von leichten Klavierstücken
bis zu der anspruchsvollen Sinfonie Nr. 1.
Anläßlich der Rundfunkeinspielung
von Torps erstem Streichquartett („Streichspiele“) strahlte
Radio Moskau 1994 eine seinem kompositorischem Schaffen gewidmete
Portraitsendung aus. 1995 brachte das britische Klavier-Duo Schiedermair/Chiu
seinen umfangreichen Klavierzyklus „Orpheus und Eurydike“
in London zur Uraufführung. Auch im Inland wurde seine Musik
seit Anfang der 90er Jahre mit zunehmender Häufigkeit in öffentlichen
Konzerten vorgestellt. Zudem begannen auch deutsche Rundfunk- und
Fernsehanstalten damit, auf ihn aufmerksam zu machen. 1998 erhielt er ein
Kompositions-Stipendium der Fritz-Berg-Stiftung
(Hagen/Westfalen).
Zwischen 1992 und 1997 wurde Torps Malerei und Graphik
bundesweit in 11 Einzelausstellungen präsentiert. Auch konnte
er zahlreiche Bilder an private Sammler verkaufen. Dennoch gab er
die Malerei 1997 auf, um genügend Zeit für die Schaffung
eines schon seit den 80er Jahren geplanten Oratoriums zur Johannes-Offenbarung
zu haben. Nachdem er das großbesetzte, abendfüllende
Werk vollendet hatte, wurde es im November 2003 in der Nürnberger
Lorenzkirche unter Leitung von KMD Matthias Ank mit großem
Erfolg uraufgeführt. Der Hamburger Kompositionsprofessor Wolfgang-Andreas
Schultz schrieb darüber in der Zeitschrift Musica Sacra: „Dass
zeitgenössische Musik begeisterte Interpreten und ein begeistertes
Publikum finden kann, zeigte sich wieder einmal bei der Uraufführung
des Oratoriums „Siehe, ich mache alles neu“ für
Soli, Chor und Orchester des in Berlin lebenden Komponisten Martin
Torp [...] Die Musik ist sehr bildhaft und in jedem Teil prägnant
und charakteristisch, so dass das etwa zweistündige Werk nie
langweilig wird und bis zuletzt spannend bleibt. Eine weitere Verbreitung
wäre dem Werk sehr zu wünschen.“ (Weiteres s. unter
„Presse“). Ähnlich äußerte sich auch
der britische Musikwissenschaftler und Dirigent Sir Robert Anderson
in einer Besprechung des Online-Magazins „Music & Vision“
(s. Presse-Rubrik sowie unter: www.mvdaily.com/articles/2004/
01/ torp1.htm).
Seit Mitte der 90er Jahre erhielt Torp zahlreiche Kompositionsaufträge
von Interpreten, Stiftungen sowie städtischen und kirchlichen
Einrichtungen. 2008 veröffentlichte der Kasseler
Furore-Verlag Martin Torps Orchesterfassung des 1841 von Fanny
Hensel komponierten
Klavierzyklus‘ „Das Jahr“, der mit einer Spieldauer
von 50 Minuten das umfangreichste Werk dieser berühmtesten
Komponistin der Musikgeschichte ist. Zwischen 2002 und 2008 erschienen
einige von Martin Torp zusammengestellte und mit Booklet-Texten
versehene CDs mit Musik des 20. Jahrhunderts bei Decca und Deutsche
Grammophon (s. Rubrik „CDs“). Zudem veröffentlichte
er mehrere Artikel in Fachzeitschriften wie „Neue Zeitschrift
für Musik“ (NZfM, Schott-Verlag) oder „Die Tonkunst“.
Im November 2009 erschien beim Bremer Label „Hastedt“
eine CD mit neuen – und von ihm selbst am Flügel eingespielten
– Klavierwerken. Diese Einspielung wurde in der NZfM von
Gerhard Dietel mit der Bestnote für musikalische Wertung bedacht
und in der nmz (neue musikzeitung) von Christoph Schlüren
gelobt (s. unter „Presse“). 2010
wurde Torps Schaffen in einem Augsburger Komponistenportrait mit
vier Konzerten vorgestellt. Seit 2011 kooperiert er mit
der israelischen Musikmanagerin Sarah
Meltzer (www.sarahmeltzer.com, s. Rubrik Projects).
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BIOGRAPHY
Martin Torp was born in Flensburg in 1957. During his schooldays
he studied piano, organ, and cello. A solid basic knowledge of music
theory was imparted to him early by his piano-teacher Alfred Dressel,
director of church music and theory-lecturer at the music academy
of Lübeck. Soon his first steps in composition followed. But
at that time the young student – likewise gifted in the field
of Fine Arts – was even more attracted to painting. He grew
up in a music-loving theologist family and as a ten year old joined
the church-choir of his hometown Preetz/Holstein. There, in the
course of a decade he became acquainted with many of the great oratorios
as well as countless a cappella works from Schütz to Distler.
After an agnostic phase he had a key experience of deep spiritual
quality, initiated by a text of the Zen master Daisetz T. Suzuki
in 1975. This experience kindled his interest in religious questions
in general and mystics in particular, which persists till today.
After his Abitur (general qualification for university
entrance) he did civilian service and visited a preparation course
for subsidiary church musicians. Subsequently he took a trip through
the Indian subcontinent, during which he studied northern Indian
rhythmics in the school of the internationally renowned tabla virtuoso
Sharda Sahai of Varanasi and acquainted himself extensively with
the great world religions Hinduism, Buddhism and Islam. Back in
Germany he enrolled at the University of Heidelberg to study theology,
and followed it up with the study of church music at the Heidelberg
Institut of Sacred Music. In addition he devoted himself to painting,
composing and occupied himself intensively with jazz, extra-European
music traditions and 20th-century classical music (from Schönberg
to Stockhausen).
After his diploma as a master church musician he
moved to Berlin. There he improved himself – mainly self-taught
– in the fields of composition/instrumentation and painting/graphics.
Since 1985 he gave concerts as pianist and organist, mostly solistic
(repertoire from the 14th to the 21th century – with emphasis
on Bach and the 20th century, and occasional improvisations). In
his concerts he often linked music to visual arts – his own
as well as of other artists. In 1986 he became piano teacher at the State Music
School of Charlottenburg (City West, Berlin). Since then he has composed many works
for its pupils – from easy piano pieces upto the demanding large-scale Symphony No. 1.
On the occasion of a radio recording
of Torp’s first string quartet (’Streichspiele‘)
radio Moscow broadcasted a portrait dedicated to his works as a
composer. In 1995 his extensive piano cycle ’Orpheus and Eurydike‘
had its premiere in London by the British duo Schiedermair/Chiu.
With the beginning of the nineties his music was also increasingly
introduced in public concerts in his home country. In addition,
German radio and TV stations began to make him publicly known. 1998
he was awarded a composition scholarship by the Fitz-Berg-Foundation
in Hagen/Westfalen.
Between 1992 and 1997 Torp’s paintings and
graphics were presented all over Germany in 11 solo exhibitions,
and he was able to sell numerous pictures to private collectors.
However, in 1997 he gave up painting to have enough time for the
creation of his long-planned oratorio concerning the revelation
of St. John. This large-scale, full length work was performed in
2003 at the Nuremberg St. Lorenz church with great success. The
Hamburg professor for composition Wolfgang-Andreas Schultz wrote
about it in the magazine Musica Sacra: ’The première
of the oratorio ’Siehe, ich mache alles neu‘ for soloists,
choir and orchestra by the Berlin composer Martin Torp proved once
more that contemporary music can be able to enthrall the interpreters
and to fill the audience with enthuiasm [...] The music is very
vivid and in every part concise and characteristical, so that the
work with two hours duration never becomes boring and remains throughout
enthralling until the end. It very much deserves a further spreading.‘
(Read more under ’Presse‘) . Similary the British musicologist
and conductor Sir Robert Anderson expressed himself in the online-magazine
’Music & Vision‘ (see rubric ’Presse‘
as well as under: www.mvdaily.com/articles/2004/
01/torp1.htm).
Since the midst of the nineties Torp got numerous
composing commissions from performers and institutions as well
as municipal and church organisations. In
2008 the Furore Edition Kassel published Martin Torp’s orchestra
version of the piano cycle ’The Year‘ by Fanny Hensel
(1841). With a duration of 50 minutes it is the most extensive
work of this most famous
woman composer in music history. Between 2002 and 2008 Decca and
Deutsche Grammophon released some CDs of 20th century music, which
were compiled and provided
with liner notes by Martin Torp. Besides that he published
several articles in music journals like ’Neue Zeitschrift
für Musik‘ (Schott edition) and ’The Tonkunst‘.
In November 2009 the Bremen label ’Hastedt‘ came up
with a CD of his new piano works, played by Torp himself. This
recording received best notes for musical evaluation by Gerhard
Dietel in
the NZfM and was praised by Christoph Schlüren in the ’Neue
Musikzeitung‘. In 2010 Torp’s compositions were presented
in a 4-concerts-portrait in Augsburg. Since 2011 he cooperates
with the Israeli music manager Sarah Meltzer (www.sarahmeltzer.com,
Projects).
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NEWS:
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CD-Veröffentlichung:
Klavierwerke von Martin Torp (Label Hastedt)
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Neuerscheinung
im Verlag Vogt & Fritz:
Vier Mandalas für Hackbrett solo
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Aufführungen 2011 / 2012:
• Sa., 26. Februar, 19.30 h; Hof Marienhöhe, 15526 Bad Saarow Klavierzyklus
Still-Leben
Ausf.: Martin Torp
• Sa., 26.März, 16 h; Kulturzentrum „Schwere Reiter“, Dachauer Str. 114, 81636 München
Liederzyklus Lust & Liebe
Ausf.: Liat Himmelheber (Mezzosopr.) und Stephanie Knauer (Klavier)
• Do., 31. März, 18 h; Schweizerhof-Grundschule (Aula), Leo-Baeck-Str. 28-30, 14167 Berlin
Die Clowns für Violine und Klavier (UA)
Ausf.: Victoria Dimeo und Roya Zamani Farahani
• Sa., 28. Mai, 20 h; St. Lorenzkirche Nürnberg, Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg
Die blaue Kathedrale für Violoncello und Orgel (Auftragswerk, UA)
Ausf.: Cornelius Bönsch und KMD Matthias Ank
• Do., 2. Juni, 16 h; Hochschule für Kirchenmusik Dresden, Käthe-Kollwitz-Ufer 97, 01309 Dresden
„Siehe, ich mache alles neu“ (Martin Torp stellt sein Apokalypse-Oratorium im Rahmen des Kirchentags vor – Vortrag mit Hörproben)
• Fr., 10. Juni, 19 h; Musikschule Charlottenburg („City West“), Platanenallee 16, 14050 Berlin
Die Kristallkugel (13 Klavierstücke)
Ausf.: Schüler der Musikschule
• So., 25. September, 19 h; St. Annakirche Augsburg, Fuggerstr. 8, 86159 Augsburg
Toccata; Adagio und Fuge für Orgel solo (Auftragswerk,
UA)
Ausf.: KMD Michael Nonnenmacher
• 2. und 3. Oktober, jeweils 15 h; Turmglockenspiel im Berliner Tiergarten, John-Foster-Dulles-Allee / Ecke Große Querallee,
Berlin Carillon Suite (UA)
Ausf.: Jeffrey Bossin
• So., 13. November, 19.30 h; Saal St. Zeno, Salzburger Str. 29 a, Bad Reichenhall, Still-Leben (Auswahl aus dem Klavierzyklus)
Ausf.: Nikolaus Schapfl
• Do., 17. November, 19.30 h, Konzertsaal der Musikschule „City West“, Platanenallee 16, 14050 Berlin, Ikonen (UA der 5 Klavier-stücke) Ausf.: Martin Torp
• Fr., 6. April 2012, 19.30 h, Klosterbasilika Knechtsteden (bei Dormagen); Psalm 22 (Kantate), UA des Auftragswerks; Ausf: Martin Lindsay (Bariton),
Dormagener Kantorei, 11 Instrumentalisten, Leitung: Christian Staehr
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